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Mit weit über 300 Teilnehmern war das Technik Forum wieder hervorragend besucht. Sehr viel Aufmerksamkeit erntete der Vortrag von Herrn Daniel Winkler (TEMA), der über die zukünftigen technischen Möglichkeiten der Münzinspektion sprach. Vertreter aus den Bereichen Maschinenbau und Herstellung von Münzrohlingen sowie Münze zeigten nach dem Vortrag reges Interesse an dem Thema.

„Die nächste Generation der Münzprüfmaschinen sollte nicht nur den Durchsatz erhöhen und gleichzeitig die Belastung der Münzen beim Transport reduzieren. Sie soll alle Aspekte des Rohlings oder der Münze beleuchten: die optische Erscheinung, das Höhenprofil und den Durchmesser, die Materialstruktur und sogar das Gewicht, wenn nötig.   

Zurzeit basiert die Münzinspektion auf einer optischen 2D Inspektion.

Durch stereoskopische Aufnahmen oder 3D Aufnahmen kann ein exaktes Höhenprofil der Münz- oder der Rohlingsoberfläche erstellt werden. Die qualifizierten, absoluten Messwerte stellen wertvolle Informationen zur Qualitätsbeurteilung der Rohlingsoberfläche und des Prägeprofils der Münze zur Verfügung. Die Randhöhe ist nicht länger ein weißer Fleck auf der Landkarte der Münze. Eine Vermessungsstation mit Hinterlicht wird nicht länger gebraucht. Mechanische Probleme, die dort entstehen können, lösen sich in Luft auf.

Der Automatentest liefert exakte Informationen über die Materialstruktur für jeden Rohling und jede Münze bei voller Produktionsgeschwindigkeit, was auch einen Konformitätsnachweis für die Zentralbanken bedeutet, der die konventionellen Stichproben ersetzt.   

Exakte Gewichtsbestimmung könnte speziell für Sammlermünzen und Bullions von Interesse sein.

Das Maschinenkonzept zeigt: All dies sind keine Luftschlösser. Die nächste Generation der Münzprüfmaschinen könnte die derzeit vorherrschende Praxis sehr bald verändern.“

 
 

 
 

Das erste Expertenforum “Competence and Quality for Aluminum” am 25. Januar 2012 war ein großer Erfolg

 

Sie waren gekommen aus den USA, aus Kanada, der Tschechischen Republik, der Türkei, Österreich, Spanien, Griechenland, Frankreich, Schweiz, Slowenien, Ungarn, Thailand und Deutschland, um Qualitätsstandards in der Produktion und Verarbeitung von Aluminiumbutzen zu diskutieren: Entscheidungsträger von 20 angesehenen Unternehmen hauptsächlich aus der Aluminiumbutzenproduktion, aber auch aus der Herstellung von Aluminiumtuben und -dosen. Als Herr Lutz Büker, Geschäftsführer der gastgebenden Firma TEMA GmbH, die Besucher zum ersten Expertenforum „Competence and Quality for Aluminum” am Hauptsitz der Muttergesellschaft Mühlbauer AG in Roding begrüßte, schaute er in erwartungsvolle Gesichter. Dieses Forum war sowohl für die Besucher als auch für die Organisatoren eine Premiere. 

 

TEMA, Hersteller von Inspektionslösungen unter anderem für die gesamte Produktionskette von Aluminiumverpackungen, war prädestiniert, diese Veranstaltung auszurichten. Moderiert von Frau Barbara Lugert (Vertrieb TEMA) startete das Forum mit einer Live-Demonstration der Maschine SIF 1500, die eine 100% Kontrolle von Oberfläche, Kante, Durchmesser und Dicke von Aluminiumbutzen durchführt. Herr Jonas Auerswald (Service TEMA) zeigte und erklärte die Funktionsweise der Maschine und beantwortete technische Fragen. Der überwiegende Teil des Fachpublikums war mit der SIF 1500 noch nicht vertraut und verfolgte dementsprechend die Vorführung mit großem Interesse. Wenn der Andrang vor der Maschine zwischenzeitlich zu groß wurde, ergriffen die Besucher die Gelegenheit, sich von Herrn Achim Hartmann (Vertriebsleitung TEMA) aus erster Hand TEMAs Design-Vergleichssoftware und Systemlösungen für die Bedruckungskontrolle zeigen zu lassen.  

 

Der Nachmittag stand ganz im Zeichen von Erfahrungsberichten und lebhaften Diskussionen. Im ersten Teil ging es um die Aluminiumbutzenproduktion. Herr Milan Pristovsek (Alucon, Thailand) erläuterte, welche Gründe ihn veranlasst hatten, im Jahr 2011 eine vollautomatische Butzeninspektion durch die SIF 1500 einzuführen und wie diese Maschine seither das Null-Fehler-Konzept unterstützt. Er wies außerdem darauf hin, dass die Detektion und das Ausschleusen fehlerhafter Butzen nur der halbe Nutzen sei. Prüfprotokolle und Statistik der SIF 1500 stellen wertvolle Informationen zur Optimierung des Produktionsprozesses zur Verfügung, als Basis für einen höheren Level der Butzenqualität.

 

Herr Ulf Porth (Standortleiter TEMA) griff das Thema auf, beleuchtete aber eine frühere Produktionsstufe. Er sprach über TEMAs Prüfsystem SI-Web für die beidseitige Oberflächeninspektion von Metallbändern und führte aus, wie die Entwicklung dieses kompakten, platzsparenden Systems konsequent den Anforderungen des Produktionsprozesses gefolgt war, um eine präzise Inspektion zu ermöglichen und gleichzeitig hohen Temperaturen und anderen Umgebungsbelastungen zu trotzen. Herr Christoph Müller (Semis Rheinfelden, GER) führte dann das Thema weiter aus und informierte die Zuhörer über Erfahrungen mit dem SI-Web in seiner Aluminiumbandproduktion. Er erklärte, wie die Fehler direkt nach ihrer Entstehung detektiert, markiert und vor dem Ausstanzen der Butzen aussortiert werden. Herr Müller erwähnte auch, dass man zuvor bereits verschiedene Inspektionslösungen eingesetzt hatte, jedoch nicht zufrieden gewesen war, bis in 2010 das SI-Web in die Produktion integriert wurde. Zusätzlich betonte er die leichte Bedienbarkeit des Systems und die hohe Akzeptanz seitens der Bediener. 

 

Nach einer lebhaften Frage und Antwort Phase und einer kurzen Pause folgten dann Erfahrungsberichte von Aluminiumdosen- und  Aluminiumtubenproduzenten. Herr Lukas Hrabak (Aerocan, CZ) and Herr Andreas Heck (Tubex, GER) zeigten die Bezüge zwischen der Qualität der Butzen und dem fertigen Produkt auf. Sie plädierten für das Null-Fehler-Konzept, da unzureichende Butzenqualität zu Maschinenfehlern, Produktionsausfällen und in einigen Fällen zu erheblichen Folgekosten führen kann. 

 

Die abschließende Diskussion, die in einer sehr professionellen und aufgeschlossenen Atmosphäre stattfand, bot auch Raum für den Austausch kontroverser Ansichten. Der Dialog wurde bei einem entspannten und ungezwungenen Treffen im City Hotel in Roding fortgesetzt, wo sich die Konferenzteilnehmer zum Dinner einfanden. Am Ende waren sich alle zumindest in einem Punkt vollkommen einig: In einem oder zwei Jahren brauchen wir ein zweites Expertenforum. Es gibt noch viele Themen zu besprechen.

 
 
 
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Letzte Änderung:16.02.2012
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